Hauptstadt der Folgenlosigkeit

In Kooperation mit dem Bund der Folgenlosen e.V.

Ab Mai

Von Mai 2022 bis April 2023 wird Heilbronn zur »Hauptstadt der Folgenlosigkeit«. Dabei geht es um die Frage, wie wir vor dem Hintergrund von drängenden Herausforderungen wie dem Klimawandel und der globalen Ungleichheit in Zukunft leben wollen.

Ab Mai 2022 wird jeden Monat ein Film im Arthaus-Kino gezeigt werden. Der polarisierende Begriff der „Folgenlosigkeit“, der im Gesamtprojekt aufgegriffen wird, soll durch die in den Filmen veranschaulichten Inhalte zu Diskussionen anregen, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen bzw. können.

Internationale Filmregisseur*innen werden ins Kino eingeladen, um mit dem Publikum über ihre Filme zu diskutieren.

Weitere Infos zur Aktion HAUPTSTADT DER FOLGENLOSIGKEIT finden Sie auf der Homepage bund-der-folgenlosen.de

Dienstag, 31. Mai – 20.00 Uhr

Der große Trip – Wild

1 Std. 56 Min.
Drama, Biografie
Regie: Jean-Marc Vallée

Charly Strayed beschließt sich auf eine 2000 Kilometer lange Wanderung entlang des Pacific Crest Trails an der Westküste der USA zu begeben. Ganz ohne Wandererfahrung und mit einem zu schweren Rucksack nimmt sie die Erbarmungslosigkeit der Natur auf sich. Auslöser für diese Entscheidung sind einschneidende Ereignisse in Charyls Leben, wie ihre Heroinsucht und der Tod ihrer Mutter. Doch die neuen Erlebnisse des kräftezerrenden Fußmarsches relativieren die bisherigen Ereignisse und Rückschläge und führen letztendlich zur Heilung.

Dienstag, 28. Juni – 20 Uhr

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier

1 Std. 30 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Florian Weigensamer, Christian Krönes

„Sodom“ bezeichnet eine Elektroschrott-Deponie in Ghana. Hier landen Computer, Handys und Monitore aus der ganzen Welt. Von diesem wohl verseuchtesten Ort der Erde leben rund 40.000 Menschen. Die am Ende der kapitalistischen Kette arbeitenden Menschen gewinnen Metall aus den Elektroresten und tauschen diese beim Händler gegen Geld ein. Währenddessen steigt die Nachfrage nach elektronischen Lifestyle-Produkten immer mehr. Schnell werden Produkte wieder „out“ und müssen von den Slum-Bewohnenden bearbeitet werden. Mit diesem behutsamen und zugleich intensivem Dokumentarfilm zeigen die Filmemacher Florian Weigensamer und Christian Krönes die Menschen und ihre Lebensumstände auf der Elektroschrott-Deponie „Sodom“.

Dienstag, 26. Juli – 20 Uhr

Die grüne Lüge

1 Std. 30 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Werner Boote

Der neue Dokumentarfilm von Werner Boote richtet sich gegen die Konzerne, die behaupten, man könne durch den eigenen Konsum die Welt retten. Auf seiner Reise begleitet ihn Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann, welche schon länger den gezielten Falschinformationen der Konzerne auf der Spur ist. Zusammen besuchen sie Menschen, die sich gegen die Umweltzerstörung wehren und äußern Kritik gegenüber der Politik. Letztendlich erweist sich das „richtige“ Einkaufen als Lüge und dient dazu, dass Konsumierende sich nicht schlecht fühlen wenn sie umweltbelastenden Produkte verwenden. Boote zeigt, wie man sich gegen diese Lüge wehren kann.

Dienstag, 30. August – 20 Uhr

12 Monkeys

2 Std. 10 Min.
Thriller, Science-Fiction
Regie: Terry Gilliam

Im Jahr 2035 haben sich die Überlebenden einer globalen Virus-Katastrophe von der verseuchten Erde abgeschottet und leben im Untergrund. Der ehemalige Strafgefangene James Cole wird in das Jahr 1996 zurück geschickt, um herauszufinden, wie der Virus entstanden ist und wie man ihn bekämpfen kann. Versehentlich landet er im Jahr 1990 und lernt in einer Nervenheilanstalt Jeffery Goines kennen, welcher ihm von einer Armee der 12 Monkeys berichtet. Der Zeitreisende trifft zudem auf die Psychologin Kathryn Railly und kommt im Laufe seiner Reise ihr und dem Ziel seines Auftrages immer näher.

Dienstag, 27. September – 20 Uhr

Die Epoche der Menschen

1 Std. 27 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Jennifer Baichwal, Nicholas De Pencier, Edward Burtynsky

Anthropozän ist die Bezeichnung für das Zeitalter, bei dem der Mensch der einflussstärkste Faktor für die Veränderung der Erde ist. Wissenschaftler behaupten, dass wir bereits in diesem Zeitalter angelangt sind. Die Filmemacher Jennifer Baichwal, Nicholas De Pencier und Edward Burtynsky wollen das beweisen und reisen hierfür in 20 verschiedene Länder. Sie untersuchen, wie der Mensch auf die Umwelt einwirkt und werden auf jedem Fleck der Erde fündig.

Dienstag, 25. Oktober – 20 Uhr

Oeconomia

1 Std. 29 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Carmen Losmann

Filmemacherin Carmen Losmann möchte mit dem Dokumentarfilm OECONOMIA Unklarheiten über das deutsche und internationale Wirtschaftssystem beseitigen. Hierfür legt sie die Spielregeln des Kapitalismus offen und zeigt, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Sie prophezeit aber, dass dieser Trend nicht ewig anhalten kann.

Dienstag, 29. November – 20 Uhr

Heimat Natur

1 Std. 40 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Jan Haft

Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Und diese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. HEIMAT NATUR ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore, über rosa blühende Heiden und die bunte Kulturlandschaft rings um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er diese Natur von ihrer schönsten Seite, und untersucht dabei den Zustand der heimischen Lebensräume. Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen sowie intime Aufnahmen von wohlvertrauten und unbekannten Arten, manche zum ersten Mal gefilmt, machen den Film zu einem cineastischen Naturerlebnis für die ganze Familie.

Dienstag, 27. Dezember – 20 Uhr

Dear Future Children

1 Std. 28 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Franz Böhm

In DEAR FUTURE CHILDREN werden drei Frauen aus Chile, Uganda und Hong Kong porträtiert. Während Hilda für die Zukunft der Umwelt kämpft, setzen sich Rayen und Pepper für mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie ein. Sie alle haben ähnliche Schicksale erlebt: Wasserwerfer, Tränengas, Regierungen, die sie nicht ernst nehmen. Doch sie kämpfen weiter für eine bessere Zukunft.

Anschließendes Filmgespräch mit dem Regisseur Franz Böhm

Dienstag, 31. Januar 2023 – 20 Uhr

La Grande Bellezza – Die große Schönheit

2 Std. 45 Min.
Drama, Satire
Regie: Paolo Sorrentino

Der in die Jahre gekommene Journalist Jet Gambardella wird sich, als er vom Tod seiner einstigen ersten Liebe erfährt, bewusst, dass der Großteil seines Lebens vorbei ist. Die Zeit der Feste und Frauen liegen hinter ihm und plötzlich steht er der eigenen Vergänglichkeit gegenüber. Als Jet Gambardella dies bewusst wird, lässt er sein Leben Revue passieren und schwelgt in Erinnerungen aus seiner Jugendzeit im sommerlichen Rom. Dabei reflektiert er das Leben und die Liebe und die Vergänglichkeit dessen.

Dienstag, 28. Februar 2023 – 20 Uhr

Der Wilde Wald – Natur Natur sein lassen

1 Std. 31 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Lisa Eder

Im Nationalpark Bayerischer Wald wird die Philosophie „Natur Natur sein lassen“ umgesetzt. Hier ist aus einem einstigen Wirtschaftswald ein Urwald geworden. Dadurch, dass Menschen in den Wald nicht mehr eingreifen, wird ein einzigartiges Ökosystem und ein Rückzugsort für Arten geschaffen. Die Filmemacherin Lisa Eder begleitet die Menschen, die wissen wollen, warum wir mehr wilde Natur brauchen, und die eine Antwort darauf im Nationalpark suchen.

Anschließendes Filmgespräch mit der Regisseurin Lisa Eder

Dienstag, 28. März 2023 – 20 Uhr

Der heilige Berg

1 Std. 45 Min.
Abenteuer, Fantasy, Drama
Regie: Alejandro Jodorowsky

Ein Dieb trifft auf einen geheimnisvollen Alchimisten, welcher Gold herstellen kann. Dieser möchte den Dieb mit auf die Suche nach dem heiligen Berg mitnehmen, auf dem neun Unsterbliche das Geheimnis des ewigen Lebens hüten. Um diese zu schlagen und an das Geheimnis zu gelangen, werden der Dieb und der Alchimist von sieben weiteren Wesen auf der Reise begleitet. Um ihr Ziel zu erreichen, muss jeder Reisende sein Ego überwinden. Doch die Reise ist voller Bedrohungen und Versuchungen.

Dienstag, 25. April 2023 – 20 Uhr

Untitled

1 Std. 47 Min.
Dokumentarfilm
Regie: Michael Glawogger, Monika Willi

Der Filmemacher Michael Glawogger bricht 2013 zu einer ziellosen Reise Richtung Süden auf. Zwei Jahre nach seinem plötzlichen Tod realisiert seine Editorin Monika Willi das Material, welches auf der Reise durch den Balkan, Italien und Nordwest-und Westafrika entstanden ist. Nach Michael Glawogger soll mit diesem Film keinem Thema, keiner Wertung und keinem Ziel nachgegangen werden. UNTITLED ermutigt zum Zuhören, Beobachten und Erleben. Dabei ist Serendipity (zu Deutsch etwa: glücklicher Zufall) das Konzept dieses Films.

Dienstag, 30. Mai 2023 – 20 Uhr

Die Kunst der Folgenlosigkeit

Länge: 67 Min.
Spielfilm
Regie: Jakob Brossmann, Friedrich von Borries

Nach einem erfolgreichen Fundraising-Dinner schreibt die Chefkuratorin Cornelia Stohmann eine Pressemitteilung für das Museum für ökologische Kunst. Doch Florian Booreau, das Enfant terrible der Konzeptkunst, sieht darin plötzlich eine Lebenslüge. Seine Eröffnungsausstellung: ein Feigenblatt. Die Geldgeber: verlogen. Der Nachhaltigkeitsdiskurs: folgenlos. Wir wissen alles und leben doch weiter wie bisher. Sein wütender Rundumschlag zieht den Kellner Issa in den Konflikt mit rein, der schließlich eine ungeahnte Perspektive für ein gelungenes Leben im Einklang mit den Grenzen des Planeten eröffnet.

So stand es im Drehbuch. Doch am Set entwickeln sich die Dinge anders. Während der Drehplan aus den Fugen gerät, konfrontieren sich die Beteiligten mit ihren jeweiligen Vorstellungen. Hat Kunst wirklich eine „transformative Kraft“? Und ist die Idee der Nachhaltigkeit als ökonomisches Konzept aus dem 18. Jahrhundert der richtige Leitgedanke für die notwendige Transformation? Es setzt eine radikale Selbstbefragung ein, der sich weder die Nebendarsteller – Theatermacher Milo Rau, Journalistin Antje Stahl und Ende-Gelände-Mitgründer Tadzio Müller – noch die Filmemacher entziehen können. (Quelle: HFBK)

Anschließendes Filmgespräch mit Regisseur Jakob Brossmann