Stummfilm mit live Klavierbegleitung

NOSFERATU

Freitag, 17. Dezember; 20 Uhr – Live vertonte Aufführung mit Andreas Benz am Klavier

NOSFERATU


1 Std. 34 Min. / Horror, 1921

Regie: F.W. Murnau
Drehbuch: Henrik Galeen, Bram Stoker
Besetzung: Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schroeder

Thomas Hutter ist Sekretär eines Maklers in Wisborg und lebt dort glücklich mit seiner Frau. Eines Tages schickt ihn sein Chef auf eine Dienstreise nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Ellen, seine Frau, ahnt nichts Gutes, sie spürt die Gefahr, in die ihr Mann sich begibt, kann ihn aber nicht zurückhalten. In einem Gasthaus in den Karpaten warnt ihn der Wirt ebenfalls vor dem Grafen, und die Wirtin gibt ihm ein Buch über Nosferatu, den blutsaugenden Vampir…Der Graf empfängt Hutter in seiner Burg zu einem nächtlichen Abendessen, und er unterzeichnet den Kaufvertrag. Als Hutter aber am nächsten Morgen im Schloß erwacht, entdeckt er kleine rote Male an seinem Hals und ahnt, welchem Grauen er gegenübersteht: Orlok ist ein Vampir. In der zweiten Nacht überfällt Orlok ihn in seinem Schlafzimmer – und am nächsten Morgen belädt der Graf einen Pferdewagen mit Särgen und eilt davon. Da verläßt auch Hutter fluchtartig das Schloß, denn er hat Angst, daß das Gespenst auf dem Weg zu seiner Frau ist. Eines Tages legt ein führerloses Geisterschiff in Wisborg an, dessen Fracht Pest, Tod und Verderben über die Bewohner bringt. Graf Orlok ist angekommen, und mit ihm wütet die Pest in der Stadt. Ellen erkennt die Herausforderung, und um das unheilvolle Schicksal aufzuhalten, opfert sie sich und gibt sich dem Vampir hin. In den ersten Sonnenstrahlen des neuen Morgens löst sich die mysteriöse Gestalt in Nichts auf.

NOSFERATU wurde 2005/06 von Luciano Berriatúa für die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden restauriert. Grundlage war eine viragierte Nitrokopie der Cinémathèque Française, Paris von 1922 mit französischen Zwischentiteln.

Fehlende Einstellungen wurden aus einer Safetykopie des Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin/ Koblenz von 1939 ergänzt, gezogen von einer Exportkopie, die in den 20er Jahren in der Tschechoslowakei vertrieben wurde, sowie aus einer Nitrokopie der Cinémathèque Française, die 1930 unter dem Titel DIE ZWÖLFTE STUNDE vertrieben wurde.

Der Grossteil der originalen deutschen Zwischentitel und Inserts ist in einer Safetykopie des Bundesarchiv-Filmarchiv von 1962 erhalten, die auf eine Kopie von 1922 zurückgeht.

Fehlende Zwischentitel und Inserts wurden von trickWilk, Berlin in gleicher Typografie wie die Originale hergestellt und sind mit F.W.M.S. gekennzeichnet.

Die Kopierarbeiten fanden bei L’Immagine Ritrovata, Bologna statt.

Live vertonte Aufführung mit Andreas Benz am Klavier.