ROMA TEARS

In Kooperation mit der Kulturreferentin für Siebenbürgen.

Mit anschließendem Filmgespräch.

Donnerstag, 22. September; 19.30 Uhr

ROMA TEARS


Ein Film von Luminiţa Mihai Cioabă,

Rumänien 2006, 52:00 Min., OmU (dt. von Beatrice Ungar)

„Roma Tears“ umkreist die im Mai 1942 von General Ion Antonescu beschlossenen und kurz darauf eingeleiteten Deportationen von mehr als 25.000 Roma aus Rumänien in die Konzentrationslager Transnistriens.

Im Zuge der Dreharbeiten hat Luminiţa Mihai Cioabă etwa zwanzig Roma-Siedlungen aufgesucht und die noch lebenden Zeitzeugen befragt. Sie zeigt hochbetagte Menschen, deren Kindheit geprägt war von Tod, Hunger und Kälte. Sie erinnern sich an Wintermonate in Erdlöchern und grausamste Strafen, die der verzweifelte Mundraub von Mais oder Sonnenblumen nach sich zog. Diese persönlichen Geschichten ergänzt die Regisseurin um historisches Archivmaterial aus dem Nationalen Filmarchiv in Bukarest und schafft so einen eindrücklichen Erinnerungsraum für ein auch 80 Jahre später noch immer verdrängtes Thema


Siebenbürgen ist schön, geheimnisvoll und kosmopolitisch. Seine vielfältige Kultur, seine wechselvolle Geschichte, seine Sehnsuchtsorte sind ein inniges Abbild Europas. Wie leicht und bleibend man sich in diese von Sagen umwobene, jedoch oft fast vergessene Region verlieben kann, zeigt eine Reihe von jüngeren Dokumentarfilmen.

Die Vorführtermine werden jeweils begleitet von einem anschließenden Podiums- und Publikumsgespräch mit den Filmemachern aus Rumänien, Spanien und Deutschland.

Die Siebenbürgische Filmreihe ist ein Projekt der Kulturreferentin für Siebenbürgen in Kooperation mit dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. (Kreisverband Heilbronn), dem Kinostar Arthaus in Heilbronn sowie dem Deutschen Kulturforum (DKF). Es wird gefördert aus Mitteln der Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM)